Freisprechungsfeier der Bauinnung Rothenburg-Uffenheim
Die neun neuen Zimmerer Gesellinnen und Gesellen, rechts Obermeister Max Kamleiter.
Quelle: Bauinnung Rothenburg / Uffenheim, Fachgruppe Zimmerer
Bei der Freisprechungsfeier der Bauinnung Rothenburg-Uffenheim überreichte stellvertretender Obermeister Alfred Schubart einer Gesellin und acht Gesellen ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse. Außerdem wurden zwei Gesellen besonders geehrt, die ihre Ausbildung als Innungssieger mit herausragenden Notendurchschnitten abschlossen haben. David Pfadler (Firma Steinmetz, Rudolzhofen, Notendurchschnitt 1,75 und Jonas Kalb (Firma Binder, Buch am Wald, Notendurchschnitt 2,0.
Obermeister Max Kamleiter begrüßte den stellvertretenden Landrat Stefan Horndasch, Oberbürgermeister Dr. Markus Naser, Kreishandwerksmeister Werner Kamm, Fachlehrer von der Berufsschule Neustadt/Aisch und vom Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Ansbach. Werner Kamm wandte sich in seinem Grußwort direkt an die Freizusprechenden: „Ihr habt viel lernen und einüben müssen. Aber der Fleiß hat sich gelohnt. Die Ausbildung im Handwerk werdet ihr nicht bereuen.“ Kamm wies darauf hin, dass gut ausgebildete Fachkräfte dringend gesucht würden. „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ Das heißt für euch: Nicht dasitzen und warten, sondern Ziele anstreben und die berufliche Weiterbildung nicht vernachlässigen.“ Der Kreishandwerksmeister dankte den Ausbildungsbetrieben und Lehrkräften und schloss ab mit dem Wunsch: „Gott segne unser ehrbares Handwerk.“ Gleich im Anschluss kündigte Obermeister Max Kamleiter die Ehrung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für 10, 25, 40 und 50 Jahre Betriebstreue geehrt wurden. Die Ehrung nahm Kreishandwerksmeister Werner Kamm vor. „Sie haben sich über viele Jahre hinweg als Mitarbeiter Tag für Tag in ihrem Unternehmen eingebracht. Sie sind ein wertvolles Gut ihrer Firma und auch ein wichtiger Erfolgsfaktor.“
Zwei Gesellen die ihre Ausbildung als Innungssieger mit herausragenden Notendurchschnitten abschlossen haben, wurden von Obermeister Max Kamleiter (rechts) besonders geehrt. David Pfadler, mitte, (Firma Steinmetz, Rudolzhofen, Notendurchschnitt 1,75 und Jonas Kalb, links (Firma Binder, Buch am Wald, Notendurchschnitt 2,0.
Quelle: Bauinnung Rothenburg / Uffenheim, Fachgruppe Zimmerer
Stefan Horndasch meinte in seinem Grußwort, dass im Landkreis Ansbach viele Familienbetriebe das Handwerk prägten. Betriebe, die ihren Nachwuchs selber gewinnen, hätten einen unschätzbaren Wert für die soziale Struktur. „Viele Herausforderungen stehen an – in ihrem Beruf sehen sie am Ende des Tages, was sie geleistet haben. Gehen sie mit Mut und Optimismus in die Zukunft.“
Oberbürgermeister Dr. Markus Naser beglückwünschte die Junggesellin und die Junggesellen zu ihrem „tollen und zukunftsfähigen Beruf“. Handwerker seien nicht nur gefragt, sondern würden auch gutes Geld verdienen. „Es ist bewundernswert, was sie an Wissen, Erfahrung und Können in den Beruf mitbringen.“ Im Blick auf die wirtschaftliche Situation in seiner Stadt meinte er: „Den meisten Unternehmen geht’s gut. Der Stellenabbau ist bei uns nicht ganz so schlimm wie anderswo.“ Der Erhalt einer Altstadt wie in Rothenburg wäre nicht zu schaffen, wenn es das Handwerk nicht gäbe.
Fachoberlehrer Hans-Martin Henninger von der Berufsschule in Neustadt/Aisch berichtete, dass die Schülerzahlen erfreulich stabil bleiben würden. Er forderte seine ehemaligen Schüler dazu auf, Ziele konsequent zu verfolgen und sich nicht davon abbringen zu lassen. „Versucht genügsam zu sein und unabhängig zu bleiben. Passt gut auf euch auf.“
Obermeister Max Kamleiter leitete über zum Höhepunkt der Veranstaltung, der Freisprechung von einer Gesellin und acht Gesellen. „Sie haben sehr gute Aussichten auf ein erfolgreiches Berufsleben. Um die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu bewältigen, müssen sie ihr Handwerk verstehen, in Theorie und Praxis Bescheid wissen und das Erlernte anwenden können. Qualität ist unser oberstes Gebot.“
Nachdem sich die Freizusprechenden von ihren Plätzen erhoben hatten wandte sich Obermeister Max Kammleiter an sie mit den Worten: „Im Namen der Bauinnung Rothenburg-Uffenheim erhebe ich sie in den Gesellenstand.“ Die Freisprechungsfeier wurde musikalisch von den „Bernemer Berchzwetschgen umrahmt.
Quelle: Bauinnung Rothenburg / Uffenheim, Fachgruppe Zimmerer
Abschließend wurden an mehrere Firmen die sog. „Meisterhaft-Urkunden“ verliehen. Diese Bezeichnung mit dem dazugehörigen Logo wurde vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erdacht. Die Zertifizierungsstelle der Bau GmbH verleiht diese Auszeichnung. „Das Siegel soll vor allem Privatkunden Sicherheit bei der Auswahl ihrer Auftraggeber schenken und sie an die entsprechenden Fachbetriebe verweisen. Es wird nur an Zimmereibetriebe vergeben. Urkunden mit dem Zusatz 3* (für eine Mindestanzahl von Fortbildungseinheiten) erhielten die Zimmereien Kaufmann (Theuerbronn), Holzinger (Tauberscheckenbach und Herbst und Bößendörfer (Langensteinach). Urkunden mit dem Zusatz 4* (für mindestens 4 Tagesschulungen in 2 Jahren) erhielten die Zimmereien Krauß (Frommetsfelden), Kamleiter (Schillingsfürst) und Krauß (Schwabsroth).