Holzbau als Schlüssel für aktiven Klimaschutz
Von links: Snezana Michaelis (Vorstandsmitglied SAGA Unternehmensgruppe), Kassem Taher Saleh (Baupolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion), Adrian Blödt (Präsident HDI Holzbau Deutschland Institut)
Quelle: Koalition für Holzbau
Unter dem Titel „Baupolitische Wende – Innovationen für kosteneffizientes nachhaltiges Bauen“ veranstaltete die Koalition für Holzbau (KfH) ihre 4. Parlamentarische Fachtagung in Berlin. Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes- und Landespolitik, Immobilien- und Bauwirtschaft sowie Wissenschaft diskutierten, wie kostengünstiges und zugleich klimagerechtes Bauen durch regulatorische Reformen, industrielle Bauweisen und nachhaltige Materialien ermöglicht werden kann.
Bundesbauministerin Verena Hubertz betonte in ihrem Grußwort die Rolle des Holzbaus für die Bauwende: „Holz ist ein klimafreundlicher, nachwachsender Rohstoff mit hervorragender Ökobilanz. Der Baustoff ist leicht, dämmt Wände und bindet CO₂. Und er eignet sich hervorragend im seriellen und systemischen Bau, im Neubau wie auch in der Sanierung. Damit ist es der ideale Werkstoff für eine nachhaltige Zukunft und für die Bauwende.“
Der Präsident des Holzbau Deutschland Instituts Adrian Blödt nutzte die Gelegenheit, um wichtige Impulse und Forderungen an die Politik zu adressieren. Seine Forderungen im Überblick:
- Konstante Rahmenbedingungen: Die Bauwirtschaft braucht Verlässlichkeit – ständig neue Programme innerhalb kürzester Zeit mindern die Planungssicherheit und hemmen Innovation und Investitionen.
- Vom Ziel her denken: Die Politik darf sich nicht nur an historischen Gegebenheiten orientieren, sondern muss ihre Ziele überdenken. Klare Ziele wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Bezahlbarkeit schaffen die Voraussetzung für einfaches und nachhaltiges Bauen.
- Flexibilisierung der Verfahren: Vorhabenbezogene Abweichungen müssen ohne Hürden möglich sein. Ein vielversprechender Ansatz ist die Einbindung bereits etablierter Prüfsachverständiger in Genehmigungsprozesse, um mehr Effizienz und Vertrauen zu schaffen.
- Entbürokratisierung durch Vertrauen: Bürokratieabbau gelingt nur, wenn Unternehmen wieder spüren, dass sich Vertrauen auszahlt. Vertrauen ersetzt Kontrolle nicht, aber es setzt Potenzial für Innovation frei.
„Ein Bauwesen, das von Anfang an in Holz gedacht ist – effizient, nachhaltig und zukunftsfähig – im Interesse von Menschen, Wirtschaft und Umwelt, das ist unser Ziel“ so Blödt.
Peter Wittmann, Bauinnung Nordoberpfalz